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Der Kreuzberg bei Bonn – Straminstickerei nach einem Aquarell-Kreide Gemälde von August Macke – © BIZ

Tentakulum Painters Threads Geschichte

Wie alles begann…

Die Tentakulum Painters Threads Geschichte ist die Geschichte von  Bärbel-Ingeborg Zimber (BIZ), die schon seit ihrer Jugend verschiedene Kunstformen miteinander kombiniert hat. Die intensive Beschäftigung mit dem Sticken führte sie zu Malern, die sich ebenfalls mit textilen Techniken auseinandersetzten. Besonders inspirierend waren dabei die Künstler der Gruppe „Der Blaue Reiter“, darunter Namen wie Kandinsky, Klee, Macke und Marc. Aber auch Kunstschaffende wie Gabriele Münter und Marianne von Werefkin haben sie auf ihrer künstlerischen Reise begleitet. Tauche ein in die faszinierende Welt der Verbindung von Kunst und Textilien, geprägt von Vielfalt und Kreativität.

Die Tentakulum Painters Threads Geschichte ist die Geschichte von Bärbel-Ingeborg Zimber (BIZ), die schon seit ihrer Jugend verschiedene Kunstformen miteinander kombiniert hat. Die intensive Beschäftigung mit dem Sticken führte sie zu Malern, die sich ebenfalls mit textilen Techniken auseinandersetzten.
Spanischer Schal
freie dreidimensionale Stickerei
auf handgefärbtem Seidenorganza
appliziert auf handgeschnitztem Speckstein
© BIZ
Vor ihrer Ausbildung im Bereich des Stickens zeigte BIZ eine leidenschaftliche Begeisterung für die Impressionisten und neigte dazu, ihren Blick selten nach rechts oder links zu richten. Während ihrer Ausbildung änderte sich dies allmählich, und insbesondere die Expressionisten drängten sich immer mehr in den Vordergrund. Die Klarheit der Formen und die intensive Ausstrahlung der Farben weckten das kreative Interesse jeder Nadel-Enthusiastin. Ein entscheidender Wendepunkt ereignete sich, als BIZ ein kleines Büchlein mit dem Titel „Kunsthandwerkliche Arbeiten August Mackes“ in die Hände bekam und darin Stickentwürfe des Künstlers entdeckte. Diese Entdeckung faszinierte sie zutiefst. Einige Zeit später hatte sie sogar das Glück, auf einer Ausstellung des Rosgarten Museums in Konstanz eine Stickerei zu sehen, die von August Macke entworfen und gestickt wurde, was ihre Begeisterung zusätzlich beflügelte. Gleichzeitig stieß BIZ in der Autobiografie des mit Macke befreundeten Kinderarztes C. Lindenbergs auf eine Passage, die beschreibt, wie er die Familie Macke kurz nach dem frühen Tod von August Macke besuchte. Sie saßen im vertrauten Kreis beisammen und stickten nach Entwürfen des Künstlers. Diese Entdeckungen haben BIZ‘ Perspektive auf das Stickhandwerk nachhaltig beeinflusst.

...immer beliebter wurde...

Das erste Bild, das BIZ in eine textile Technik umsetzen wollte, war „Der Kreuzberg bei Bonn“, eine Aquarell-Kreide-Arbeit von August Macke (siehe Abbildung oben). Der Ansatz war, dass das Garn keine gleichmäßigen Rhythmen sich wiederholender Farbfolgen aufweisen sollte, sondern eine bunte Komposition der verwendeten Farben. Nach langen Wochen des Experimentierens mit verschiedenen Färbemethoden, die modernen Handfärbern heute mit fortschrittlichen Grundmaterialien zur Verfügung stehen, entwickelte BIZ die Painters Technik, mit der diese Wirkung erzielt werden konnte.

Diese Technik spiegelt vollständig wider, was die kleine Färbe-Manufaktur modernen Handstickenden bieten möchte: Exklusivität und Extravaganz. Es handelt sich nicht mehr um ein herkömmliches Einfärben, sondern um ein Bemalen der Garne mit einer ausgefallenen Technik.

Nach Abschluss des Projekts waren die Studierenden der International School for Textile Arts und andere Besuchende so begeistert von diesem Garn, dass sie es ebenfalls ausprobieren wollten.

Langsam entstand der Gedanke, aus dieser Art der Handfärbung eine Serie zu machen, zunächst nur für den Gebrauch in einer Reihe von Stickpackungen, die jedoch noch in der Planungsphase steckenblieb, die sich mit der Umsetzung von Gemälden in textile Techniken befasst.

Irgendwie gelangten die Garne dann auf unerklärliche Weise in die Hände von Kreuzstich-Designern und eroberten deren Herzen. Das Rad begann sich zu drehen! BIZ stand nun vor der Freude, dass dieses Garn viele Freunde gefunden hat, aber auch mit dem Wissen, dass diese Art der Handfärbung reproduzierbare Ergebnisse nicht ermöglicht.

Textil-Süchtige lassen sich jedoch nicht von solchen Herausforderungen abschrecken! Also wurde die Technik perfektioniert und die Serienproduktion begann. Die Painters Threads waren geboren! Jede Farbe trägt den Namen eines Malers (Nachname wie Macke, Ausnahme: ClaudeM=Farbe 104) oder einer Malerin (Vorname wie Frida).

Die Farben entsprechen jenen, die diese Kunstschaffenden häufig oder in einem sehr bekannten Gemälde eingesetzt haben. Inzwischen haben sie eine weltweite Fan-Gemeinde, trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Einzigartigkeit eines jeden Produkts.

Viele sammeln die Painters Farben und freuen sich auf jede neue Färbung. Und BIZ freut sich, dass aus einer kleinen Idee eine grosse Bewegung geworden ist und viele Menschen daran so viel Freude haben wie die Erfinderin der Painters Threads.

Die erhältlichen Farben und Links zu den Informationsseiten über die Namensgeber findet Ihr hier

... und jetzt!

„die Mehrfarbengarne mit dem natürlichsten Farbverlauf ever“ (Zitat von Judith Baker-Montano) in die ganze Welt liefert

In den Anfängen, als alles mit nur 10 Döckchen pro Farbe und 5 verschiedenen Qualitäten begann, hätte wohl niemand gedacht, dass die Firma eines Tages über 40 verschiedene textile Produkte in insgesamt 40 Farben anbieten würde. Doch hier stehen sie nun, mitten in einer Welt, in der jährlich rund einhunderttausend Döckchen und Stoffe ihren Weg in alle Ecken der Erde finden und den kreativen Werken der Studierenden an der International School for Textile Arts eine besondere Note verleihen.

Natürlich war diese Entwicklung nicht ohne ihre Herausforderungen. Das Unternehmen musste seine Arbeitsprozesse vor und nach dem Färben komplett überdenken. Im Laufe der Jahre haben sie sich oft die Frage anhören müssen: „Warum habt ihr die Verpackung schon wieder geändert?“ Ehrlich gesagt, seit ihrem Produktionsbeginn im Jahr 1995 gab es sogar fünf Verpackungsänderungen…

Es war eine Zeit voller Lernprozesse und Anpassungen, denn das Wachstum brachte auch neue Anforderungen mit sich. Die Produktion von Strängchen war eine äußerst zeitaufwändige Aufgabe, die nicht einfach „outgesourct“ werden konnte. Die Masse an Strängchen, die gewickelt, gefärbt und etikettiert werden mussten, überforderte irgendwann selbst die fleißigsten Hände im Unternehmen.

Eine erste große Lösung waren die Headerbags. Aber die Beschaffung einer erschwinglichen Variante war eine Herausforderung, denn die Weltwirtschaft konzentrierte sich fast ausschließlich auf Großabnehmer. Einige ihrer Materialien passten einfach nicht gut in diese Verpackung, wie zum Beispiel Soie de Paris und Soie Ovale. Das Verpacken war wiederum eine Aufgabe, die sie nicht auslagern konnten und die ihren Zeitrahmen sprengte.

Schließlich kamen sie auf die Idee mit den Snap-Spulen, wie sie auch immer mehr Lieferanten im Handstickbereich verwenden. Diese Spulen können maschinell befüllt werden und lassen sich relativ schnell herstellen. Die Garnenden sind sicher und die Materialien weniger anfällig für Beschädigungen. Außerdem können die leeren Spulen für Restgarne verwendet werden, um kreative Projekte wie Türvorhänge oder textilen Schmuck zu gestalten. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Das Unternehmen hat inzwischen viel über Produktionswege und Verpackungen gelernt. Sie wissen jetzt, dass Snap-Spulen ressourcenschonender hergestellt werden können als Papierspulen, und sie beziehen ihre Snap-Spulen aus einer europäischen Produktion.

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Die Wickelmaschine war unsere erste Errungenschaft. Auch nach so vielen Jahren unterstützt sie uns kräftig bei unserer Arbeit, auch, wenn die Wickel-Technik sich inzwischen gewandelt hat.

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Beim Konfektionieren ist die Produktion inzwischen schon ein bisschen moderner geworden. Zwei teilautomatische Spulmaschinen sind hier die Helferlein. Immer noch viel Handarbeit, aber es geht halt schon schneller….

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Daran hat sich bis heute nicht viel geändert… BIZ steht immer noch jede Woche stundenlang in der Färberei und hat Spaß daran, aus weißen Fäden bunte zu machen.

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Schöne bunte Welt, auch beim Trocknen ist der Vorgang noch derselbe wie zu Beginn des Abenteuers.

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Manchmal ist es allerdings einfacher, die Materialien, wie hier bei AMC-Karten, einfach ins Freie zu legen und zu hoffen, dass kein unerwarteter Regen oder Sturm aufzieht! 🌤️😊

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Unsere Mischpakete nehmen auch gerne mal ein Bad in der Wanne. Wie hier zum Beispiel Kokons!

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Manchmal muss sogar der Herr des Hauses in die Welt des bügelnden Abenteuers eintauchen und die Bügelmaschine zähmen! 🌪️💼😄

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BIZ hatte in ihrem Leben schon viele Schleuder-Jobs, aber diesen mag sie besonders: Wenn die Waschmaschine mal wieder ihr Gleichgewicht verliert, setzt sie einfach ihres dagegen und platziert sich beim Schleudergang auf der Waschmaschine! Es ist immer wieder ein amüsanter Balanceakt. 😄

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Auf Messen hatten unsere Azubinen neben der Arbeit auch jede Menge Spaß (wie hier auf der Handarbeitsfachmesse h+h cologne) – besonders beim Erstaunen darüber, wie viele Männer im Anzug und Krawatte auf einer Fachmesse für Handarbeiten unterwegs sind! 🤵✨😄

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Oder die Azubine darf nach einem Messebesuch die Strängchen wieder ordentlich einsortieren. Auch wenn es heute Spulen sind, fühlt es sich manchmal genauso an wie eine fröhliche Sisyphus-Aufgabe! 🔄😄

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Messen sind immer nur möglich mit ganz lieben Helferinnen und Helfern wie hier Manuela von Nadel und Faden in Freiburg auf der L’Aiguille en fete in Paris.

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Oder Jan auf der Handarbeitsfachmesse TNNA in Indianapolis (US)

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Bis es auf unseren Messeständen so aussieht geht auch die ein oder andere Stunde ins Land.

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Dieses herzliche Bild von zwei unserer Azubinen möchten wir euch nicht vorenthalten. Ein so liebevoller Versand ist sicherlich nicht überall zu finden! 🌟💕

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